KRGB und BKRG aktuell

"Der Rundbrief" 1/2017 als Print- und Digital-Ausgabe verfügbar

 

Titelbild KRGB RB 2017 1 epaper

 

Sprachlos vor Gott

Dokumentation der Landestagung 2016 in der Landvolkshochschule und im Kloster Niederaltaich

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sie halten das Dokumentationsheft unserer letzten KRGB-Landestagung zum Thema »Sprachlos vor Gott« in Händen oder können es als Digital-Ausgabe downloaden. Es hat etwas gedauert, bis dieser Rundbrief fertig geworden ist. Das lag einerseits daran, dass wir tatsächlich etwas sprachlos (geworden) waren, weil wir viel Nachdenkenswertes von den verschiedenen Referenten gehört hatten, andererseits auch, weil wir doch recht stolz, also sprachlos vor Glück waren über die durchweg positive Resonanz zu unserem „Gesamtpaket Niederaltaich“.

Da wir die dort erhaltenen Anregungen und Ideen auch denen, die leider nicht teilnehmen konnten, nicht vorenthalten wollen, erfolgt in diesem Rundbrief 1/2017 in bewährter Manier eine ausführliche Dokumentation der Fortbildung.

Zu dieser und damit auch zu der Tagung noch ein paar erklärende Worte: Die Landestagung 2016 war als „Gesamtpaket“ angelegt, d.h. die Vorträge, aber auch die geistlichen Impulse und der Gottesdienst waren aus „einer“ Hand vorbereitet und immer auf das Thema bezogen. Deshalb finden Sie beide Bereiche im Heft wiedergegeben. Obwohl der Gottesdienst am Freitagabend stattfand, war er natürlich geistlicher Höhepunkt und bildet deshalb den Abschluss der Dokumentation; die spirituellen Impulse finden sich dagegen jeweils vor den Vorträgen, vor denen sie am jeweiligen Morgen stattfanden.

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Die Zukunft des Religionsunterrichts

katholische schulen– Stellungnahmen aus dem BKRG zur aktuellen Kontroverse.

Ende des vergangenen Jahres ist ein Papier der deutschen Bischöfe über „Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts“ erschienen. Daraufhin haben sich auch die Religionspädagogen an unterschiedlichen Stellen zu Wort gemeldet und ebenso Stimmen, die den konfessionellen und auch konfessionsübergreifenden Religionsunterricht vehement ablehnen, u.a. in „Publik-Forum“, der ZEIT und „Wir sind Kirche“. Eine Zusammenfassung dieser Positionen finden Sie in der Herder Korrespondenz 71. Jahrgang (2017), Heft 2, S. 9-10.

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit letztem Schuljahr gibt es eine Art Schülerwettbewerb für die Gestaltung unsere Weihnachtskarte an unserem Gymnasium Marianum in Buxheim. Heuer hatten die 7. Klassen den Auftrag diese im Stil einer bestimmten Kunstepoche zu gestalten.
Weihnachtskarte Marianum 2016kl
Die Siegerin Anna Grimm wählte die Epoche der Renaissance und legte das nackte Jesuskind in eine Krippe mitten in eine ruinenhafte Umgebung ohne weitere Menschen, umgeben nur mit Stern, Engeln und Esel. Sie begründete ihre Darstellung folgendermaßen: "Jesus ist im Mittelpunkt des Bildes abgebildet, weil seine Geburt ja auch der Grund für Weihnachten ist. Das Licht der Welt wird als Stern symbolisiert und von Engel gehalten, so dass jeder weiß, dass der Heiland auf die Welt gekommen ist. Gott ist bei allen Menschen, auch das Jesuskind war allein, doch Gottes Engel haben ihn beschützt. Der Esel soll die Freude aller Lebewesen darstellen. Das Bild wäre eher ein Fall fürs Jugendamt - ein frisch geborenes Kind ganz allein -aber das Bild ist kein Schnappschuss vom Ereignis, sondern es stellt die geistliche Situation dar."

 

Ein Baby, fast ganz allein. Nackt abgelegt in der Krippe

– Wer tut so was?

Gott!

 

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iHelmut J Salzer pixelio deZur Diskussion

Bild: Helmut J. Salzer / pixelio.de

Lebensbegleitender
Religionsunterricht

Impulse für ein neues Bischofspapier
zum Religionsunterricht

 
Von StD Thomas Gottfried, Freising (Lehrkraft für Deutsch und Katholische Religionslehre am Camerloher-Gymnasium Freising und abgeordnet an den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung der LMU München)

 

Vor gut zehn Jahren, am 16. Februar 2005, äußerten sich die deutschen Bischöfe zum letzten Mal im Rahmen des Grundlagendokuments „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz 2005) zu Selbstverständnis und Zielsetzungen des katholischen Religionsunterrichts in Deutschland (vgl. hierzu Gottfried 2006). Das Papier stand in der Tradition bisheriger Basistexte für den Religionsunterricht, angefangen vom Synodenbeschluss „Der Religionsunterricht in der Schule“ (1974) bis hin zum Bischofswort „Die bildende Kraft des Religionsunterrichts“ (1996, Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz 2006). Markante gesellschaftliche, ökologische, politische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen, insbesondere aber ein epochaler Paradigmenwechsel im Selbstverständnis der Kirche seit Beginn des Pontifikats von Papst Franziskus lassen ein neues Bischofswort überfällig erscheinen. Es gilt, die „Zeichen der Zeit“ (Mt 16,3) zu erkennen und auch mit klaren Aussagen zum katholischen Religionsunterricht mutig nach vorne zu schauen: „Gott hat keine Angst. Er ist immer weiter als unsere Denkmuster! Gott hat keine Angst vor den Peripherien. Aber wenn ihr an die Peripherien geht, werdet ihr ihn dort finden. Gott ist immer treu, kreativ. Die Kreativität ist gleichsam die Säule des Katechistenseins. Gott ist kreativ, nicht verschlossen, und deswegen ist er nie starr. Er nimmt uns an, er kommt uns entgegen, er versteht uns. Um treu, um kreativ zu sein, muss man zu Änderungen in der Lage sein. Und warum muss ich ändern? Um mich an die Umstände anzupassen, in denen ich das Evangelium verkünden muss.“ (Papst Franziskus beim Internationalen Kongress der Katechisten am 27. September 2013).

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"Der Rundbrief" 1/2016 als Print- und Digital-Ausgabe verfügbar

 

Religion im Gespräch

Beiträge zum interreligiösen Dialog und Möglichkeiten der Umsetzung in Schule und Unterricht

Ende des letzten Kalenderjahres haben sich zwei Diözesanverbände, Würzburg und München-Freising, auf ihren jährlichen Fortbildungen mit dem interreligiösen Dialog beschäftigt – bei der Themenfestlegung mehrere Monate im Voraus eine fast schon prophetische Wahl! Angesichts der weltweiten Flüchtlingswellen und den aus diesen bei uns in Europa (vermeintlich) entstehenden Problemen, aber auch wegen des religiös motivierten Terrorismus ist die Frage des Sprechens der Religionen und des friedlichen Umgangs miteinander aktuell wie selten zuvor.

Grund genug, diese Ausgabe des Rundbriefs dem interreligiösen Dialog zu widmen – in theoretischer Auseinandersetzung und in Bausteinen für die Umsetzung in der Schule.

Unser vordringlichster Dank gilt dabei Herrn Prof. Dr. Georg Langenhorst (Univ. Augsburg), der uns den Text seines Vortrags auf den beiden angesprochenen Fortbildungen zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat. Darin führt er in die Vorbedingungen eines jeden Dialogs ein, den Wahrheitsanspruch der Religionen.

Anschließend stellt sich die Eugen-Biser-Stiftung mit ihren Angeboten und Zielen vor: Der Förderung des innerchristlichen und des Interreligiösen und interkulturellen Dialogs.

In verschiedenen Materialien werden nach der theoretischen Auseinandersetzung Möglichkeiten der Umsetzung eines interreligiösen Gesprächs im Schulalltag präsentiert.

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