KRGB und BKRG aktuell

Umfrage zum Religionsunterricht im Schuljahr 2020/2021

Umfrage by Barbara Nobis pixelio.deHier geht es zur Umfrage (01. bis 21. Mai 2021):  https://s2survey.net/aergb/

 

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

der Religionsunterricht konnte im letzten und besonders im aktuellen Schuljahr leider oftmals nur unter erschwerten Bedingungen gehalten werden.

Die evangelische und katholische Kirche eröffneten im November (vgl. KMS vom 05.11.2020 BS.4402.1/40/1: Gruppenbildung im Religions- und Ethikunterricht unter Corona-Bedingungen im Schuljahr 2020/21) alternative Formen eines temporär kooperativen Religions- und Ethikunterrichts.

Uns erreichten damals diesbezüglich viele kritische Rückmeldungen, die wir in verschiedenen Gesprächen mit Kirche und KM bereits mehrfach kommuniziert haben.

Mittlerweile gibt es erste Anzeichen, dass diese Modelle im kommenden Schuljahr nicht fortgesetzt werden sollen.

Dennoch ist es äußerst wichtig, dass die Erfahrungen aus dem RU unter den Bedingungen der Pandemie und speziell aus der Eröffnung dieser Modelle festgehalten werden, um zukünftig eine valide Grundlage für die Gespräche mit Kirche und Staat zu haben und um die weitere Entwicklung und den Stellenwert des konfessionellen Religionsunterrichts (auch über die Pandemie hinaus) kritisch und konstruktiv begleiten zu können.

"Der Rundbrief" 2/2020 online oder schon in gedruckter Form im Briefkasten

Unser Thema:
"Schöpfung" im Religionsunterricht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die letzte Landestagung ist mittlerweile ganz schön lange her, besonders da die für letztes Jahr geplante ausfallen musste.

In diesem Rundbrief nun spielt allerdings die Tagung von 2018 die entscheidende Rolle. Wenn Sie sich / Ihr Euch erinnert, dann fanden damals mit ausgewiesenen Fachleuten fünf Workshops zu wichtigen Lehrplanthemen (»Schöpfung«, »Menschenbild«, »Sexualität«, »Soteriologie und Eschatologie« und »konfessionell-kooperativer Religionsunterricht«) statt:

Die behandelten Themen bzw. die Ergebnisse der Workshops sollten – das war der Plan damals, schließlich war die Zukunft des Religionsunterrichts das Thema! – aber nicht einfach abgehakt werden, sondern – da es zentrale Inhalte des Religionsunterrichts sind – vom Verband weiter beobachtet und bearbeitet werden … Ein Versprechen, das die Verbandsleitung nun einzulösen versucht.

Beginnend mit diesem sollen die nächsten Rundbriefe jeweils eines der Workshopthemen von 2018 zum Schwerpunkt haben und sich ihm sowohl fachwissenschaftlich als auch unterrichtspraktisch widmen. D.h., es soll zunächst einmal der aktuelle theologische und wissenschaftliche Sachstand hinsichtlich des Themas dargestellt werden. Davon ausgehend wird ein Modell vorgestellt, wie der jeweilige Inhalt entsprechend des Forschungsstandes und unter Berücksichtigung der Frage, wie er für die Schülerinnen und Schüler heute Relevanz für ihr Leben gewinnen kann, im Religionsunterricht zu behandeln sein könnte.

Follower-Fragen zu Homosexualität und Kirche

Schwuler Youtuber interviewt Priester

Was hat die Kirche gegen Schwule und Lesben? Mit dieser und weiteren Fragen, die ihm seine Follower geschickt hatten, interviewt der Youtuber Nico Abrell den Münchner Seelsorger Wolfgang F. Rothe – und trifft damit einen Nerv.

Gegenüber katholisch.de sagt Rothe, das Video habe "einen Nerv getroffen, was ich auch an den vielen Nachrichten sehe, die ich seither bekomme". Es gebe offenbar eine "ganze Menge junge queere Katholiken, denen Glaube und Kirche nicht egal sind und die, zumindest teilweise, sehr unter der lehramtlichen Sexualmoral leiden". Dies habe er so nicht erwartet, er freue sich jedoch sehr über das positive Feedback. Auch unter dem Video kommentieren viele junge, mitunter queere Menschen, dass sie sich über das Interview gefreut hätten.

BKRG Stellungnahme zur Segnung von Partnerschaften 

www.bkrg.de - Angesichts der Absage der Glaubenskongregation, homosexuelle Partnerschaften zu segnen, können wir nicht schweigen. Wir können uns nicht mit dieser Haltung identifizieren. Dialog und Ringen im Glauben prägen unser Wirken als Religionslehrkräfte für und mit jungen Menschen. Insbesondere wird dabei ein Pochen auf Katechismusantworten weder den im Glauben und der Selbstfindung begleiteten Menschen noch der Weiterentwicklung kirchlicher Lehre und aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse gerecht.

Wir wollen vielmehr gegenüber unseren Schüler*innen und Kolleg*innen die Frohbotschaft vertreten, dass das Segensangebot Gottes allen Menschen gilt, die sich verbindlich und vertrauensvoll auf eine Partnerschaft einlassen und diese für Gott öffnen wollen.

Wir setzen uns ein für Respekt und Wertschätzung der Liebe und des Glaubens, die in der Vielfalt geschlechtlicher Orientierungen in jeder Partnerschaft gelebt werden können und denen die liebende Zuwendung der Kirche durch das aufrichtige und bejahende Zeichen der Segnung gleichermaßen nicht verweigert werden darf.

Einrichtung eines „temporär kooperativen RU“

katholische schulenGemeinsame Stellungnahme von AERGB und KRGB

Mit dem KMS vom 05. November 2020 (BS.4402.1/40/1) wird durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Abstimmung mit Vertretern beider Kirchen die Möglichkeit geschaffen, die konfessionelle Gruppenbildung im Religionsunterricht temporär aufzuheben.

Es handelt sich dabei um eine zeitlich begrenzte Ausnahmeregelung, die in besonderen Fällen angewendet werden kann, aber keine verpflichtende Umsetzung bedeutet.

Nach der Veröffentlichung des oben genannten KMS erreichten die beiden Verbände KRGB und AERGB zahlreiche Anfragen von Verbandsmitgliedern, die von Irritationen und Missverständnissen berichteten. Aufgrund dessen weisen beide Verbände in einer gemeinsamen Stellungnahme auf Punkte hin, die wichtig für die Einordnung der Modelle der Kirchen sind.

Datei(en) zum Download:
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